Und schon wieder sind Datensätze abhanden gekommen - diesmal bei T-Mobile.
tagesschau.de schreibt:
Ein neuer gewaltiger Datenschutz-Skandal erschüttert die Telekom. Der Mobilfunksparte T-Mobile wurden mehr als 17 Millionen Kundenstammdaten entwendet, teilte der Konzern in Bonn mit und bestätigte damit einen Bericht des Nachrichtenmagazins “Der Spiegel”. Der Diebstahl habe sich bereits im Jahr 2006 ereignet. T-Mobile hatte damals nach eigenen Angaben rund 30,7 Millionen Kunden (Stand September 2006).
Wir fassen zusammen:
(1) Bei T-Mobile sind 2006 (sic!) Daten von über 50% der Kunden entwendet worden.
(2) Der Spiegel hat das 2 Jahre nach dem Ereignis aufgedeckt.
(3) Erst nach dem Artikel gibt T-Mobile das ganze zu … die Rechtfertigung, warum man nicht an die Öffentlichkeit ging:
tagesschau.de schreibt:
Das Unternehmen erklärte, auch wenn der Öffentlichkeit damals nicht mitgeteilt worde sei, sei doch die Staatsanwaltschaft eingeschaltet worden. “Recherchen im Internet und in Datenbörsen ergaben über Monate keine Anhaltspunkte, dass die Daten im Schwarzmarkt weitergegeben oder angeboten wurden. Deshalb ging der Konzern davon aus, dass keine Weitergabe der Daten erfolgte”, berichtete ein Telekom-Sprecher.
Ich hoffe sehr, dass das rechtliche Konsequenzen hat; ein Unternehmen, dass persönliche Daten verliert (entwendet werden bedeutet, die Sicherheitsvorkehrungen waren nicht gut genug), sollte verpflichtet sein, die betroffenen Kunden darüber aufzuklären. Es ist eine absolute Unverschämtheit, das geheim zu halten.
tagesschau.de schreibt:
Das Unternehmen betonte, dass die Datensätze keine Bankverbindungen, Kreditkartennummern oder Verbindungsdaten enthalten. Jedoch seien neben Name und Anschrift die Mobilfunknummer, teils das Geburtsdatum und in einigen Fällen auch die E-Mail-Adresse in den Datensätzen zu finden, so die Telekom. Auf dem Datenträger finden sich laut “Spiegel” nicht nur viele Prominente aus Kultur und Gesellschaft wie Hape Kerkeling oder Günther Jauch, sondern auch eine große Anzahl geheimer Nummern und Privatadressen von bekannten Politikern, Ministern, Ex-Bundespräsidenten, Wirtschaftsführern, Milliardären und Glaubensvertretern, für die eine Verbreitung ihrer Kontaktdaten in kriminellen Kreisen eine Bedrohung ihrer Sicherheit darstellen würde.
Zum Glück schließe ich schon lange keine Verträge mit irgendwas ab, dass das große T im Namen hat.
Ältere Posts zum Thema Datenschutz:
— Datenschutz mal anders (23.06.2008)
— Datenschutz (08.01.2007)
